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PrimaKlima-Selbstverpflichtung
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PrimaKlima-Projekte 2010
Die finanziellen Zuwendungen, die PrimaKlima zur Veranlassung von Kohlenstoffeinbindungs-maßnahmen erhält, fließen im Jahr 2010 in die nachfolgend beschriebenen Kompensations-projekte. Im Laufe des Jahres können sich Änderungen ergeben.
Generell sind für die Absorption einer Tonne CO2 10 Euro zu zahlen. Im Regelfall schafft PrimaKlima für diesen Betrag so viel an zusätzlicher Projektfläche, dass binnen 10 Jahren 1 Tonne CO2 absorbiert, also aus der Luft geholt wird. In den folgenden Jahrzehnten führt die CO2-Absorption auf den Flächen zu einer mehrfachen Kompensation; innerhalb der bei PrimaKlima-Projekten typischen Projektlaufzeit von insgesamt 50 Jahren wird somit für das betreffende Kompensationsvorhaben eine fünffache Zielerfüllung erreicht.
Ab 2.000 Euro Zahlung kann auf Wunsch des Geldgebers die Zuwendung einem bestimmten Projekt bzw. einer bestimmten Projektkombination zugeordnet werden. Soweit dabei Aufforstungsflächen in Deutschland berücksichtigt werden sollen, sind 20 Euro (statt 10 Euro) pro emittierter Tonne CO2 zu zahlen.
Projektliste 2010
Stand: Mai 2010
(Länder, Qualitätsmerkmale)
Erläuterungen zu den Qualitätsmerkmalen
Zu (I) Absorption der CO2-Emission
Zu (II) Zielerfüllung innerhalb der gesamten Projektlaufzeit
Zu (III) PrimaKlima-Sicherheits-Flächenpool
Zu (IV) Sicherheit der CO2-Absorption
Zu (V) Soziale und ökologische Zusatzeffekte
Zu (VI) Qualitätskontrolle durch
Projektbeschreibungen
1: MALAYSIA "Plus"
Zusammenfassung
Dieses Projektpaket bietet den schnellstmöglichen Weg zur CO2-Kompensation. PrimaKlima hat Zertifikate aus schon in früheren Jahren auf Borneo/Malaysia (vgl. Projekt Nr. 5) vorfinanzierten und ausgeführten Wald-Rehabilitierungsmaßnahmen gekauft (25.000 t CO2 / Verified Emission Reductions Units, VERs). Die VERs bestätigen bereits erfolgte Kohlenstoffeinbindungen auf jenen Projektflächen. Mit dem Kauf und der Stilllegung der Zertifikate ist das Kompensationsziel unmittelbar erfüllt (Projektteil 1). Der Erlös des Zertifikateverkaufs verpflichtet PrimaKlima, neue Aufforstungen anzustoßen oder weitere Zertifikate zu kaufen.

SGS-(ex post)Zertifikat
Durch zusätzliche Zuordnung neuer Aufforstungsflächen (Projektteil 2) aus dem PrimaKlima-Projektportfolio 2010 wird dafür gesorgt, dass die via Zertifikate-Kauf erreichte CO2-Kompensation mehr als abgesichert wird: auf jenen zugeordneten Waldflächen wird die fragliche CO2-Emissionsmenge in den nächsten 4 Jahrzehnten der Luft noch mindestens zweimal zusätzlich entzogen.
Einzelheiten
2: NIEDERLANDE "Plus"
Zusammenfassung
Dieses Projektpaket bietet den schnellstmöglichen Weg zur CO2-Kompensation. PrimaKlima hat Zertifikate aus schon vorfinanzierten und ausgeführten Aufforstungen in den Niederlanden gekauft (25.000 t CO2 / Verified Emission Reductions Units, VERs). Die VERs bestätigen bereits erfolgte Kohlenstoffeinbindungen auf entsprechenden Aufforstungsflächen in den Niederlanden. Mit dem Kauf und der Stilllegung der Zertifikate ist das Kompensationsziel unmittelbar erfüllt (Projektteil 1). Der Erlös des Zertifikateverkaufs verpflichtet PrimaKlima, neue Aufforstungen anzustoßen oder weitere Zertifikate zu kaufen.

SGS-(ex post)Zertifikat
Durch zusätzliche Zuordnung neuer Aufforstungsflächen (Projektteil 2) aus dem PrimaKlima-Projektportfolio 2010 wird dafür gesorgt, dass die via Zertifikate-Kauf erreichte CO2-Kompensation mehr als abgesichert wird: auf jenen zugeordneten Waldflächen wird die fragliche CO2-Emissionsmenge in den nächsten 4 Jahrzehnten der Luft noch mindestens zweimal zusätzlich entzogen.
Einzelheiten
3: DEUTSCHLAND
Zusammenfassung
Die Projekte in Deutschland sind ganz überwiegend Erstaufforstungen zur Mehrung naturnaher Wälder, die nachhaltig bewirtschaftet werden. Gelegentliche Wiederaufforstungen geschehen nur dann, wenn ohne das Engagement von PrimaKlima in den kommenden Jahrzehnten keine nennenswerte Kohlenstoffeinbindung auf den Flächen zu erwarten ist. Die Projekte werden in Kooperation mit Landwirtschaftskammern (LWK) bzw. regionalen Forstämtern, mit der Stiftung Wald für Sachsen und mit der GRÜNEN LIGA Hirschstein e.V. durchgeführt.
Einzelheiten
4: SÜDAFRIKA
Zusammenfassung
In diesem Projekt wird degradierte afrikanische Buschvegetation renaturiert. Dies geschieht durch Pflanzungen von Speckbaum (oder Spekboom). Der Direktor der Umsetzungsorganisation, Dr. Anthony Mills, beschäftigt sich seit Jahren an der Universität Stellenbosch mit der Forschung über Renaturierung von Speckbaumdickicht und der damit verbundenen CO2-Absorption bzw. Kohlenstoffspeicherung. Von der Wiederherstellung der degradierten Flächen profitiert nicht nur die Atmosphäre, sondern in besonderem Maße auch die lokale Bevölkerung und die Pflanzen- und Tierwelt der Region.
Einzelheiten
5: MALAYSIA (noch in Planung)
Zusammenfassung
In diesem Projekt wird degradierter Primärwald mit einheimischen Bäumen angereichert. Durch Entfernung konkurrierender Gewächse (wie Kletter- und Kriechpflanzen) wird die natürliche Regeneration des Waldes gefördert. Ein sehr arten- und nebenbei auch biomassereicher Wald entsteht. Mit dem Projekt sind neben der Kohlenstoffeinbindung noch viele weitere soziale und ökologische Vorteile verbunden.
Einzelheiten
6: NICARAGUA
Zusammenfassung
Dieses Projekt zeichnet sich durch vielfältige soziale und ökologische Effekte aus. Neben Aufforstungen mit Nutzholzbäumen werden auch Obstbäume gepflanzt. Durch diese Maßnahmen fällt es leichter, der lokalen Bevölkerung die Versorgungsfunktion des Waldes nahe zu bringen. Die nötigen Durchforstungsmaßnahmen werden durch das Projekt angeleitet und finanziert. Jeder Bauer erhält solange Jahreszahlungen (gekoppelt an die Überlebensrate der Bäume), bis der Wald selber Gewinne abwirft. Dadurch wird die Erfolgsquote gesteigert und die Einkommenssituation der Bauern verbessert. Neben den eigentlichen Aufforstungen wird der Erhalt des verbliebenen Waldes durch die Anschaffung von Holzöfen unterstützt, die nur einen Bruchteil der vormals nötigen Holzmasse erfordern.

Plan Vivo-(ex ante)Zertifikat
Einzelheiten
7: LETTLAND
Zusammenfassung
In der Projektregion sind die Wachstumsbedingungen für den neuen Wald durch die Boden- und Niederschlagsverhältnisse optimal. Die Aufforstungen finden in einem Naturraum statt, der neben landwirtschaftlichen Flächen aus Wald-, Sumpf- und Buschland besteht. Das Gesamtkonzept sieht die Erhaltung von vernässten Flächen und von Sukzessionsräumen ausdrücklich vor. Die entstehenden Wälder sollen nachhaltig genutzt werden. Da die Finanzmittel für Pflanzenanzucht, Pflanzung und Pflege zu 100% in Lettland ausgegeben werden, hat die Maßnahme eine große Bedeutung für die soziale Situation der Ortsansässigen.
Einzelheiten
8: POLEN
Zusammenfassung
Die Aufforstungen in der polnischen Provinz Mazury werden in Kooperation mit einem ortsansässigen Landeigentümer durchgeführt. Es entsteht ein nachhaltig bewirtschafteter Mischwald.
Einzelheiten
9: ARGENTINIEN (noch in Planung)
Zusammenfassung
In Patagonien, Provinzen Chubut und Neuquen, werden Aufforstungs- und Rehabilitations-maßnahmen umgesetzt, um an den Standorten eine angemessene Bewaldung mit möglichst heimischen Baumarten wieder herzustellen. Die meisten Flächen sind bei Projektbeginn als Folge der starken Waldvernichtung überwiegend Ende des 19. Jahrhunderts zu Gunsten extensiver Weidenutzung stark degradiert.
Einzelheiten
10: MEXIKO (noch in Planung)
Zusammenfassung
Der Monarchfalter ist eine höchst bestaunenswerte und zugleich bedrohte Schmetterlingsart, die Gefahr läuft, wegen Abholzungen ihr "Winterquartier" im mexikanischen Oyameltannenwald zu verlieren. Das Projekt ist Teil eines mehrjährigen Aufforstungsprogramms. Die erfolgreiche Wiederaufforstung trägt dazu bei, den Lebensraum des Schmetterlings zu erhalten, die Bodenbeschaffenheit zu verbessern und die Stabilisierung des Wasserhaushalts in den (noch) entwaldeten Gebieten zu gewährleisten.
Einzelheiten
11: KONGO
Zusammenfassung
Im Rahmen des Projektes "Neue Wälder, neue Öfen und Agroforstwirtschaft für den Kivu" werden in drei besonders von gravierender früherer Abholzung und Erosion betroffenen Gebieten mit insgesamt 94 Dörfern Aufforstungsmaßnahmen durchgeführt, um die Lebensgrundlagen der Bevölkerung zu verbessern und damit ein (Sekundär-)Regenwald wieder in diese zentrale Gebirgslandschaft des östlichen Süd-Kivus zurückkehren kann.
Einzelheiten