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Nachrichten / Meinungen
Russland erteilt einer Verlängerung des Kyoto-Protokolls eine Absage
Neue LULUCF-Berechnungsmethoden verabschiedet
Aufsatz von Giacomo Grassi (Europäische Komission) erklärt die wichtigsten Änderungen
Kohlendioxid-Ausstoß steigt rasanter als je zuvor.
Studie des US-Energieministeriums von November 2011
Aktuelle Studie belegt den erheblichen Beitrag der Wälder zur Klimastabilisierung
Treibhausgas-Ausstoß steigt schneller als je zuvor.
Der Kampf gegen den Klimawandel droht verlorenzugehen.
Die Erderwärmung um acht Grad wird es niemals geben. Schon vorher wird sich die fossile Zivilisation selbst zerstört haben, wenn sie weiterwirtschaftet wie bisher.
(Ein Beitrag aus der F.A.Z. vom 30.12.2010 von Prof. Anders Levermann, Wissenschaftler am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung. Er ist Leitautor für das Meeresspiegel-Kapitel im nächsten, fünften Sachstandsbericht des Weltklimarats IPCC. Die Veröffentlichung an dieser Stelle wurde von Prof. Levermann und der F.A.Z. freigegeben.)
Die Erderwärmung um acht Grad wird es niemals geben.
Schon vorher wird sich die fossile Zivilisation selbst zerstört haben, wenn sie weiterwirtschaftet wie bisher
Von Anders Levermann
Kaum erleben wir mal wieder einen Bilderbuchwinter, mit tiefem Schnee und Rodelbahn für die Kinder, bricht in Deutschland das Verkehrssystem zusammen. Fahrverbot für Lastwagen in Teilen des Landes; die Bahn rät von Reisen mit der Bahn ab; Flugzeuge bleiben am Boden. Wer hierauf nur mit Spott reagiert, der verkennt, was geschieht: Es zeigt sich, wie fragil unsere technisierte Gesellschaft auf Wetterereignisse reagiert. Diese Verletzbarkeit wiegt schwer, denn unser Klimasystem ist aus dem Gleichgewicht.
Knietief im Schnee stehend vernehmen wir von Forschern der amerikanischen Weltraumbehörde Nasa und demnächst auch von anderen Spitzeninstituten, dass 2010 das wärmste Erdenjahr seit Beginn der Aufzeichnungen vor über 130 Jahren war. Die derzeitige Winterkälte in Europa ist alles andere als ein Gegenbeweis, sondern könnte durch die globale Erwärmung noch verstärkt werden. Kollegen haben den entsprechenden Mechanismus entdeckt: Durch das Schmelzen des Eises in der russischen Karasee kann sich ein Hochdruckgebiet bilden, das arktische Winde nach Eurasien umlenkt und damit zu extrem kalten Temperaturen in Europa führt.
Ausgetrocknetes Flussbett in Indien: In einer sich rasant erwärmenden Welt sind häufigere und stärkere Extremereignisse zu erwarten. Schon dieses eine aktuelle Beispiel zeigt, dass globale Erwärmung keineswegs bedeutet, dass es zu jedem Zeitpunkt überall auf der Erde wärmer wird. Je mehr und je schneller wir Treibhausgase ausstoßen, desto mehr gerät unser Klima aus der Balance. Es sind also im Grunde gar nicht die vorhersagbaren Folgen der Erderwärmung, wie der wahrscheinliche Verlust des "ewigen Eises" am Nordpol, die uns Sorgen machen sollten. Es sind tatsächlich die Ereignisse, die wir nicht vorhersagen können, die unsere Grenzen bestimmen.
In den Medien, immer wieder überdeckt vom politischen Tagesgeschehen, können wir seit einiger Zeit die Epizentren eines Phänomens verfolgen. Das Klimasystem bebt. Seit Jahren verzeichnen wir klimatische Jahrhundertrekorde. In Pakistan entstand im letzten Sommer der größte Süßwassersee der Erde - als Folge von Überschwemmungen, die Folge von Rekordniederschlägen waren. Für diese wiederum gab es einen direkten Zusammenhang mit der Hitzeperiode in Russland. Temperaturen übertrafen dort die Normalwerte um nahezu acht Grad und führten zu verheerenden Bränden und einem Exportverbot für Weizen. Wir selbst erlebten eine erneute Hitzewelle in Europa und Überschwemmungen im Odergebiet.
Wir sind weiterhin auf dem wärmsten möglichen Zukunftspfad
So war der Sommer 2010 wieder einmal ein Sommer der Extremereignisse, und wieder können wir Klimaforscher die Geschehnisse nicht eindeutig auf den Klimawandel zurückführen. Das wird niemals mit Sicherheit möglich sein, denn generell kann kein Einzelereignis auf den globalen Erwärmungstrend zurückgeführt werden. Die Frage ist: Müssen wir dieses wissenschaftliche Kunststück vollbringen, um zu wissen, wohin die Reise geht? Und die Antwort ist: Nein. Denn schon jetzt ist praktisch sicher, dass wir in einer sich rasant erwärmenden Welt häufigere und stärkere Extremereignisse zu erwarten haben.
Derzeit werden weltweit die Szenarien der Erderwärmung für den kommenden Bericht des Weltklimarats IPCC berechnet. Wir simulieren dazu die klimatischen Folgen verschiedener möglicher Emissionsszenarien in Klimamodellen - also welche Erwärmung folgt welchem Pfad des zukünftigen Ausstoßes von zusätzlichen Treibhausgasen. Da die Ergebnisse auf physikalischen Grundgleichungen beruhen, werden sich die Projektionen der unterschiedlichen Forschergruppen weltweit kaum unterscheiden. Was wir aus unseren neuesten Studien schon jetzt sagen können, ist: Wir befinden uns weiterhin auf dem wärmsten der möglichen Zukunftspfade.
Grenzen der Anpassungsfähigkeit
Schon beim ersten Blick auf die globale Temperaturentwicklung dieses "Business as usual"-Szenarios erkennt man, dass wir diesen Pfad nicht bis zum Ende gehen werden. Die Temperaturprojektion ergibt eine Erwärmung von mehr als acht Grad im Jahre 2200. Das wird die Konsequenz sein, wenn wir einen Großteil der bislang entdeckten fossilen Energieträger wie bisher mit jährlich ansteigender Intensität verbrennen.
Der Punkt ist: Zu einer solch starken Erwärmung wird es niemals kommen. Und zwar nicht etwa, weil die Berechnungen falsch sind. Auch nicht, weil das Klimasystem einen Puffer böte, der die Auswirkungen unseres Handelns mildern könnte. Zu der Erwärmung um acht Grad wird es deshalb nicht kommen, weil es eine andere Grenze gibt - die Grenze der Anpassungsfähigkeit unserer Gesellschaft. Mit ihr erreichen wir auch das Limit unseres Wirtschaftssystems. Der Pfad Richtung acht Grad plus setzt voraus, dass es funktionierende Industriestaaten gibt, deren Ausstoß von Treibhausgasen mit wachsender Wirtschaftsleistung ansteigt. Doch schon heute entpuppen sich diese Systeme als erschreckend verwundbar.
Repertoire unkalkulierbarer Phänomene
Wo genau die Grenze unserer Anpassungsfähigkeit ist, ob bei drei, vier, fünf oder erst bei sechs Grad, vermag heute niemand zu sagen. Fest steht, dass der Unterschied zwischen einer Eiszeit und einer Warmzeit, in der wir uns seit etwa zehntausend Jahren befinden, ungefähr fünf Grad beträgt. Der Übergang zwischen diesen beiden Extremen der vergangenen zwei Millionen Jahre unserer Klimageschichte - zwischen Eiszeit und Warmzeit - dauerte gut fünftausend Jahre. Wenn die Menschheit heute mit dem Ausstoß von Treibhausgasen weitermacht wie bisher, erreichen wir eine Erwärmung von gleicher Stärke fünfzigmal schneller als in der Vergangenheit. Das ist, als schlüge man mit einem Hammer auf einen Gong - alles fängt an zu vibrieren. Klimaschwankungen werden extrem und unkalkulierbar. Am Repertoire unkalkulierbarer Phänomene mangelt es dem Klimasystem nicht.
Was, wenn die Zeit zwischen den Extremen nicht ausreicht, die Schäden zu beseitigen? Wenn Überschwemmungen, Hitzewellen und Kälteperioden in schneller Folge die öffentlichen Haushalte an den Rand der Leistungsfähigkeit zwingen? Wenn Versicherungen und Rückversicherungen die Schäden nicht mehr auffangen? Bei einer derart rasanten Erwärmung reden wir nicht mehr über Bekanntes, sondern über eine neue Qualität der Entwicklung.
Fundamentale, ungelöste Fragen
Es ist wahrscheinlich, dass in einer solchen Situation Länder wie Bangladesch und Teile von Afrika bereits unbewohnbar geworden sind. Sei es, weil die Trinkwasserversorgung durch Dürren oder das Eindringen von Meerwasser zusammengebrochen oder weil Landwirtschaft unmöglich geworden ist. Selbst ohne Extremereignisse schätzen die Vereinten Nationen die Anzahl der Klimaflüchtlinge bei einem Meeresspiegelanstieg von einem Meter auf 90 Millionen.
Welcher Teil der Gesellschaft zuerst an seine Grenzen stößt, ob öffentliche Haushalte, Wirtschafts-, Finanz-, Rechts- oder politisches System, wird von Region zu Region unterschiedlich sein. Die entsprechenden gesellschaftlichen Mechanismen beim Annähern an die Grenze stellen fundamentale und ungelöste Fragen an die Sozialwissenschaften. Fest steht, dass es eine Erwärmung von acht Grad nicht geben wird. Denn bis dahin wird die Ursache unter ihren eigenen Folgen kollabiert sein.
Die Wand, auf die wir zufahren, liegt im Nebel, aber sie ist da!
Das Ergebnis der Weltklimakonferenz 2010 in Cancún, Mexiko: Nach Hoffnung machenden Worten muss nun endlich ein konsequentes rigoroses Handeln kommen!
PrimaKlima contra Verbraucherzentrale Bundesverband e.V. (VZBV)- Teil II:
Der VZBV akzeptiert die Position von PrimaKlima als diskussionswürdig und relativiert damit die eigene Position.
In einer von dem Verbrauchzentrale Bundesverband e.V. in Auftrag gegebenen und veröffentlichten Studie ist die Qualität der Kompensationsangebote von PrimaKlima mit "mangelhaft" bewertet. Die Studie ist allerdings nicht neutral, sondern interessegeleitet. Sie soll die Diskussion von Bewertungsmaßstäben für Klimaschutz-Aufforstungsprojekte auf der Linie eines Vorurteils beeinflussen.
PrimaKlima verlangt eine Neuauflage der Studie mit korrigierten Aussagen zur seiner Arbeit.
Auf seiner Internetseite zur Klimadebatte beschert Dennis Dutton den Leugnern des Klimawandels täglich neu eine Niederlage. (SZ vom 11.05.2009/cag/tob; erst jetzt entdeckt, aber weiterhin aktuell)
Kopenhagen-Vereinbarung verfehlt 2°C-Klimaziel
Bis zum 13. April hatten 76 Länder ihre Reduktionsziele zur Kopenhagen-Vereinbarung eingereicht. Das Ergebnis: Die bisherigen Selbstverpflichtungen reichen nicht weit genug und werden nicht das Ziel absichern können, die Erderwärmung auf 2°C zu begrenzen.
Pressemitteilung des Potsdam Instituts für Klimafolgenforschung (PIK)
Die PrimaKlima-"Faustformel" (10 Tonnen CO2-Absorption pro Hektar und Jahr) ist gleich zweimal erneut eindrucksvoll bestätigt worden
Januar 2010: Global der wärmste Monat seit Beginn der Satellitenmessungen
Das war doch der Gipfel!
UN-Klimakonferenz in Kopenhagen endet praktisch ohne Ergebnis
Weltweite Aufforstung kann 70 Milliarden Tonnen CO2 bis 2030 sparen
Dies ließ die Naturschutzorganisation Global Partnership on Forest Restoration (GPFLR) am 26.11.09 in einer Presseerklärung verlauten:
Zwischen großen Worten und kleinen Taten - Das Engagement der Kirchen für den Klimaschutz
Ein Paradebeispiel dafür, weshalb der Klimaschutz nicht vorankommt.
(Kommentar von Horst Emse, Theologe, Stellvertr. Vorsitzender von PrimaKlima)
PrimaKlima hat die Kooperation mit der 4eco rent a car GmbH zum 17.11.2009 mit sofortiger Wirkung gekündigt
Von Prof. Dr. Hans Joachim Schellnhuber, Direktor des Potsdam Instituts für Klimafolgenforschung (PIK), herausgegebene Studie fordert Aufforstungen und andere kurzfristig klimawirksame Maßnahmen zur Vermeidung von unumkehrbaren Klimaänderungen.
Die heutige CO2 Konzentration ist die höchste seit 2 Millionen Jahren
mehr
Hervoragende Informationen zu Fakten und Irrtümern zur Klimaproblematik finden Sie in der KlimaLounge auf der Website WISSENSlogs, z.B. zur Frage Ist es zu Ende mit der Erderwärmung, wie manche Medien berichten, oder nicht? In der Lounge finden Sie in Diskussionsbeiträgen auch zahlreiche kritische Argumente von "Klimawandel-Skeptikern", zu denen allerdings immer Gegenargumente hinzugefügt sind, die uns bei PrimaKlima in Inhalt und Form sehr überzeugen.
"Und was ist mit der Verantwortung für nicht vermiedene CO2-Emissionen?"
Kritische Anmerkung zur jüngsten EKD-Denkschrift zum Klimawandel (veröffentlicht am 14.07.2009)
Die Klima-Kreditblase platzt
Artikel von Christian Schwägerl bei SPIEGEL-ONLINE, 08.06.09
PrimaKlima ist aus Protest aus der Klima-Allianz ausgetreten
"Und wie sieht die CO2-Bilanz von PrimaKlima aus?"
Eine Offenlegung in eigener Sache
Die Realität bestätigt unsere "Faustformel": 10 t CO2-Absorption pro ha und Jahr
Gutachten von Prof. Dr. H. Röhle, TU Dresden, von Januar 2009
z.B. CO2-Entsorgung für Luxusautos - Angebot zu unmoralischem Greenwashing oder (realistisch betrachtet) zu durchsetzbarem Klimaschutzhandeln?
Eine Diskussion zu einem Artikel beim "Lügendetektor" des Greenpeace Magazins und zur Grundsatzfrage: Vermeiden oder Kompensieren?
"Mit Hilfe von Aufforstungen wäre es noch machbar ..." (J. Hansen)
James Hansen forderte am 23.06.2008 vor dem US-amerikanischen Kongress dringend, die Erderwärmung nicht - wie bisher oft vertreten - auf zwei Grad Celsius ansteigen zu lassen.
Nur noch 100 Monate?
Schon bald könnten wichtige Prozesse im Gesamtgefüge des Klimasystems "umkippen".
Indien will 30 Mio. ha aufforsten
Premierminister hat "Aktionsplan zum Klimawandel" in Kraft gesetzt.
Endlich: Die Evangelische Kirche in Deutschland, EKD,
geht bei ihrem Bemühen um Klimaschutz erstmals den Aufforstungsweg.
Die PrimaKlima-Confessio: Effektiver Klimaschutz braucht die Waldoption!
12 Thesen
PrimaKlima-Faustformel erneut wissenschaftlich bestätigt
Wälder bringen noch viel mehr als Klimaschutz
Auf einer PrimaKlima-Aufforstungsfläche in Sachsen stieg die Zahl der Vogelarten in 6 Jahren mehr (1,8 MB); vgl. auch die pdf-Datei PrimaKlima-Aufforstungen und Biodiversität (2,6 MB).
Wälder als Klimaretter
- für den SPIEGEL das erstaunliche Ergebnis einer Studie von P.E. Kauppi e.a., für PrimaKlima eine Bestätigung der 16jährigen Arbeit
Dokumentation einer kontroversen Diskussion zum Thema "Aufforstungen und Klimaschutz"
- mit versöhnlichem Ausgang ...
Seit Ende 2006 schon mehr als 10 Milliarden Bäume gepflanzt
Ziel der erfolgreichen UN-Kampagne auf 12 Mrd. Bäume bis 2010 erhöht
UN-Klima-Gremium IPCC:
Die Bedeutung der Waldoption für den Klimaschutz nach Einschätzung des Gremiums, das mit dem Friedensnobelpreis 2007 ausgezeichnet wurde.
Bundesverdienstkreuz für Karl Peter Hasenkamp und seine Initiative PrimaKlima
"Gas geben fürs Klima"? Antwort von PrimaKlima auf einen mehr als dürftigen Beitrag von report München vom 7.1.2008
... und immer wieder Scheuklappen bei Journalisten
Jüngstes Beispiel: "Klimaneutral Vollgas" in FAZ vom 06.09.2007
Hauptverwaltung der Provinzial Rheinland wird mit PrimaKlima klima-neutral gestellt
CO2-neutrales PKW-Leasing Kooperation zwischen der X-Leasing GmbH und PrimaKlima
Neuseeland will klimaneutral werden - u.a. mit massiven Aufforstungen
Sich nur aufregen über "Klimasünder" oder erfolgversprechende Handlungsschritte aufzeigen?
z.B. die "Queen Elisabeth 2" - ein paar Zahlen zur Klimabelastung durch Kreuzfahrtschiffe
Falschinformation durch das Magazin DER SPIEGEL