Alles nur Ablasshandel, oder was?
 

Seit der Gründung in 1991 plädiert PrimaKlima dafür, zur Bewältigung der Klimaproblematik zwei Schritte gleichzeitig zu tun: so viel wie möglich an CO2-Emissionen zu vermeiden und alle (noch) nicht vermiedenen CO2-Emissionen zu kompensieren - auf technischem und/oder biotischem Weg (z.B. über Aufforstungen).

Fast ebenso lange werden Emissions-Kompensationsangebote gebrandmarkt als "Ablasshandel", der nur der Gewissensberuhigung diene. Wie unsinnig solch eine Einschätzung ist, zeigt schon die Tatsache, dass die PrimaKlima-Aufforstungen ganz real, hier auf der Erde seit 1991 heranwachsen und unweigerlich viel CO2 aufnehmen. Die Natur entzieht ständig der Luft CO2; seit Beginn der durch menschliches Handeln verstärkten CO2-Emission kompensiert sie verstärkt CO2. Aber die Menschheit emittiert inzwischen jährlich weit mehr an CO2 (und weiteren Treibhausgasen), als die Natur im gleichen Zeitraum verkraften kann: die Ozeane und die Landvegetation können nur noch rd. die Hälfte der global verursachten CO2-Emissionen "entsorgen"; vor 150 Jahren waren es noch 100 Prozent.
(vgl. Das Problem und Lösungsansatz)

Was liegt also näher, als dass ein jeder dafür sorgt, mit seinem Handeln - netto betrachtet - schnellstmöglich die Luft nicht mehr mit CO2-Emissionen zu belasten? Wenn z.Zt. in der Regel tatsächlich kaum mehr als 20 oder 30 Prozent Emissionsvermeidung erreichbar sind, dann müssen ergänzend in entsprechendem Ausmaß technische Projekte zur Emissionsvermeidung an anderer Stelle unterstützt und/oder Aufforstungen sowie andere biotische Maßnahmen zur CO2-Entsorgung veranlasst werden. Die Stärkung der Entsorgungskapazität der Natur ist der kosteneffektivste Weg zu klimaneutralem Handeln. Wird er gemäß PrimaKlima-Ansatz beschritten, dann geschieht das mit größtmöglicher Absicherung der Kohlenstoffeinbindung und mit in der Regel fünffacher Zielerfüllung. Und obendrein gibt es viele höchst positive Zusatzeffekte für die Natur und die Menschen in der Projektregion (vgl. PrimaKlima-Projektarbeit).

PrimaKlima fragt: Ist es angemessen, dass fast alle diejenigen Organisation, die in der Öffentlichkeit nicht müde werden, von anderen, insbes. von der Wirtschaft, aber auch vom Einzelnen, Emissionsreduktionen zu fordern (berechtigterweise!) - ist es angemessen, dass sich diese Organisationen um die Kompensierung der von ihnen selbst (in der Vergangenheit und weiterhin) verursachten CO2-Emissionen nicht kümmern - von gewichtigen Umweltschutz-organisationen über wissenschaftliche Einrichtungen zur Klimaforschung, unsere politischen Parteien und den Bundestag bis hin zu den Kirchen? Gemäß ihren Verlautbarungen ist ihnen Klimaschutz wichtig - aber wenn es ans eigene Portemonnaie geht, stehen andere Aufgaben vorn an. Eigentlich ein Skandal! (vgl. dazu einige Beiträge unter Aktuelles // Nachrichten/Meinungen).

Zum Glück gibt es andere, die verstanden haben, was nötig ist und die entsprechend handeln! (vgl. Schon aktiv geworden sind)