Projekte 1991 - 2015

Die Projekte 1991 -2012 als PDF



PrimaKlima arbeitet bereits seit 1991 daran, unser Klima durch das Pflanzen neuer Wälder zu schützen. Seitdem konnten wir bereits sehr viele Projekte erfolgreich abschließen. Hier möchten wir Ihnen einen Überblick über die wichtigsten Projekte geben.

Bis Ende 2015 konnten 390 einzelne Projekte entwickelt und unterstützt. In der Zeit sind über 13,6 Millionen Bäume gepflanzt worden. Ganz überwiegend wurden jeweils heimische Baumarten gewählt (über 300 Arten). Durch die realisierten PrimaKlima-Projekte werden insgesamt mehr als 57.200 t CO2 jährlich absorbiert. Dies bedeutet die rechnerische CO2-Neutralisierung von rund 3.800 Privathaushalten (15 t p.a./Haushalt).


                            

EUROPA



    Deutschland
Projekt Erftkreis 02/Stommeln, (Eichen, Hainbuchen, Linden u.ä.) Ende 1995; Foto aus 2008

Aufforstungsaktion mit der Stiftung Wald für Sachsen in Pegau bei Leizig im November 2006




  Aufforstungen in Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Sachsen und Thüringen.
Bei diesen Projekten wurden überwiegend Wirtschafts-Waldflächen angelegt, die auch Boden- und Klimaschutzzwecke dienen. Rekultivierungen auf ehemaligen Bergbaukippen wurden ebenfalls vorgenommen, Grünzug- und Biotopverbundsysteme in ausgeräumten Agrarfluren geschaffen und ein Beitrag zur Erhöhung des Waldanteils in den jeweiligen Bundesländern wurde geleistet.
Fast ausschließlich wurde die Begründung arten- und strukturreicher Laubholzbestände (z.B. Eiche, Buche, Esche, Roterle, Bergahorn, Hainbuche) unterstützt.

Anzahl der Projekte:                       203     (1994-2012)
Gesamtgröße (ha):                     2.771
angepflanzte Bäume:          8.888.551
CO2-Absorption in t pro Jahr:  22.819


Mötjenpolder,Lundener Niederung, Schleswig-Holstein; Niedermoor-Renaturierung durch Wiedervernässung


  Moor-Renaturierungen: In Schleswig-Holstein wurden Moor-Renaturierungen als CO2-ökologische Maßnahme durchgeführt. Durch Wiedervernässungen und andere Maßnahmen zugunsten der Wiederherstellung von Niedermooren werden auf den Flächen CO2-Emissionen vermieden bzw. in kleineren Teilen wieder absorbiert.

Anzahl der Projekte:                            3     (1998-2000)
Gesamtgröße (ha):                         458
CO2-Emissionsvermeidung:      3.800 t pro Jahr


 
    Niederlande
SGS-Zertifikat
SGS-Zertifikat
(ex post)
  PrimaKlima hat Zertifikate aus schon ausgeführten Aufforstungen in den Niederlanden gekauft (100.000 t CO2 / Verified Emission Reductions Units, VERs). Die VERs bestätigen bereits erfolgte Kohlenstoffeinbindungen auf entsprechenden Aufforstungsflächen in den Niederlanden. Der Erlös des Zertifikateverkaufs ermöglicht neue Aufforstungen.
Werden VERs PrimaKlima-Geldgebern zugeordnet und anschließend stillgelegt (vgl. Face the Future-CO2-Zertifikate-Register), erfolgt außerdem zu Gunsten des betreffenden CO2-Emittenten eine zusätzliche Zuordnung von Kompensationsleistungen neuer Aufforstungen aus dem aktuellen PRIMAKLIMA-Projektportfolio, damit auch in diesem Fall eine Mehrfachkompensation erfolgt.


Anzahl der Projekte:                            2     (2009-2012)
Gesamtgröße (ha):                          198
angepflanzte Bäume:               198.000     (äquivalent)
CO2-Absorption in t pro Jahr:      1.979    (äquivalent)


 
    Lettland
Teilfläche in Lettland nach Einbringung der Pflänzlinge   Etablierung von bewirtschafteten Waldbeständen mit überwiegend heimischen Baumarten (Fichte, Birke, Kiefer, Hybrid-Aspe) in der Gemeinde Feimanu, Provinz Rezekne

Anzahl der Projekte:                           3     (2009-2012)
Gesamtgröße (ha):                          103
angepflanzte Bäume:              260.000
CO2-Absorption in t pro Jahr:        931


 
NORDAMERIKA
    
USA/Florida
Pflanzung aus 1992 am Blackwater Forest, Foto aus 1995


  Wiederherstellung heimischer Longleaf-Kiefern-Wälder (Pinus palustris) in Florida im Blackwater State Forest und im Withlacoochee State Forest. Durch die Bewahrung des Ökosystems wird ein Beitrag zum Schutz dieser Kiefernart geleistet, die zuneh­mend von der kommerziell attraktiveren Loblolly-Kiefer ver­drängt wird. Darüber hinaus tragen diese Projekte zur Erhöhung der biologischen Diversität und der Verbesserung des Lebens­raumes vieler Tier- und Pflanzenarten bei. Die Betreuung der Projekte liegt in der Obhut der staatlichen Forstverwal­tung.

Anzahl der Projekte:
                        3     (1992-2004)
Gesamtgröße (ha):                         192
angepflanzte Bäume:             349.000
CO2-Absorption in t pro Jahr:    1.800


 
    USA/Arkansas
am Blue Mountain Lake, Arkansas; Nachpflanzung in einer Aufforstung von 2002 in 2007
  Das zweite Projekt in den USA liegt im Osten des Staates Arkansas, wo im Umfeld des Blue Mountain Lake mit nativen Baumarten wie z.B. Willow Oak (Quercus phellos) oder Water Oak (Quercus nigra) aufgeforstet wurden. Die Fläche dient ausschließlich dem Natur­schutz .

Anzahl der Projekte:
                          1     (2001-2002)
Gesamtgröße (ha):                           30
angepflanzte Bäume:               30.200
CO2-Absorption in t pro Jahr:       320


 
MITTELAMERIKA
     
Mexiko
Projekt Mexiko 2008, Pflanzvorbereitungen in einer der Baumschulen

Monarchfalter


  Wiederaufforstung im Rahmen des La Cruz Habitat Schutz-Projektes im südlichen Zentral-Mexiko - u.a. zur Erhaltung des bedrohten winterlichen Lebensraums des wunderbaren Monarchfalters.

Sehr lesenswerte Informationen zum Monarchfalter sind auf folgender Internetseite zu finden sich unter www.geo.de

vgl. auch Projektbeschreibung Mexiko 2008


Anzahl der Projekte:                            2     (2008-2009)
Gesamtgröße (ha):                           42
angepflanzte Bäume:               70.000
CO2-Absorption in t pro Jahr:       619


 
    Nicaragua
Baumschule der Gemeinde

Pflanzarbeit der Dorfbewohner

Wuchserfolg nach nur 7 Monaten

Plan Vivo Zertifikat
Plan Vivo Zertifikat
(ex ante)
  Dieses Projekt zeichnet sich durch vielfältige soziale und ökologische Effekte aus. Neben Aufforstungen mit Nutzholzbäumen werden auch Obstbäume gepflanzt. Durch diese Maßnahmen fällt es leichter, der lokalen Bevölkerung die Versorgungsfunktion des Waldes nahe zu bringen. Die nötigen Durchforstungsmaßnahmen werden durch das Projekt angeleitet und finanziert. Jeder Bauer erhält solange Jahreszahlungen (gekoppelt an die Überlebensrate der Bäume), bis der Wald selber Gewinne abwirft. Dadurch wird die Erfolgsquote gesteigert und die Einkommenssituation der Bauern verbessert. Neben den eigentlichen Aufforstungen wird der Erhalt des verbliebenen Waldes durch die Anschaffung von Holzöfen unterstützt, die nur einen Bruchteil der vormals nötigen Holzmasse erfordern.
Kontrolle und Validierung des Projektes durch die Plan Vivo Foundation.
Weitere Information finden Sie unter "Projekte/Aktuelle Projekte".



4-Minuten-Video zum Projekt

Plan Vivo* Certificate
* Plan Vivo-Zertifikate bestätigen Qualitätsaussagen und dass die entsprechende CO2-Absorption in den kommenden Jahren zu erwarten ist.

bisher stillgelegte Plan Vivo Certificate registriert bei MARKIT



Anzahl der Projekte:                             6     (2009-2012)
Gesamtgröße (ha):                            314
angepflanzte Bäume:                 432.000
CO2-Absorption in t pro Jahr:         1.773


 
SÜDAMERIKA
   
Argentinien
Hinweisschild vor der Projektfläche La Rosario, Chubut, 1997


Projekt Cholila, Chubut, aufgeforstet 1997 mit pinus ponderosa, Foto aus 2001


gleiche Fläche wie vorheriges Bild, Foto aus 2006 anlässlich PRIMAKLIMA-Inspektion

gleiche Fläche wie vorheriges Bild, Foto 06/2009

Aufforstung aus 2003 zur Wiederherstellung einer degradierten Mischwaldfläche im Forstreservat Lago Epuyen, Chubut, Foto aus 2006 anlässlich PRIMAKLIMA-Inspektion


Projekt La Hoya, Chubut; Aufforstungsfläche von 1998, Foto aus 06/2009
  In Patagonien, Provinzen Chubut und Neuquen, wurden und werden etliche Aufforstungs- und Rehabilitationsmaßnahmen umgesetzt, um an den Standorten eine - in langfristiger Sicht - angemessene Bewaldung mit möglichst heimischen Baumarten wieder herzustellen. Eines der Projekte leistet einen Beitrag zur Erhaltung der selten gewordenen Araukarie, einer der ältesten Baumfamilien der Welt (s. links, 4. Foto von oben). Fossile Funde verwandter Arten der heutigen Araukarien sind bis zu 150 Millionen Jahre alt.

Als Folge der starken Waldvernichtung überwiegend Ende des 19. Jahrhunderts zu Gunsten extensiver Weidenutzung sind die meisten Projektflächen stark degradiert. Wo erforderlich geschieht die Aufforstung mit Gelbkiefer (pinus ponderosa), einer Pionierbaumart, die hilft, die degradierten Böden wieder zu verbessern, so dass in Teilen auch wieder heimische Baumarten wachsen können. Die Wurzeln der 1 Jahr alten und ca. 15 cm hohen Setzlinge wachsen zunächst einmal stark in die Tiefe des Erdreichs, bevor dann ein relativ schnelles Höhenwachstum der Pflanzen beginnt; deshalb sehen die Aufforstungen in den ersten Jahren eher unscheinbar aus.

In der Provinz Salta wird ein Naturreservat vor weiterer Degradierung geschützt und in Teilen wiederaufgeforstet. Es werden ausschließlich einheimische Baumarten verwendet. Auch die Förderung von natürlicher Verjüngung spielt bei dem Renaturierungskonzept eine wichtige Rolle.
Die Aufforstungen und Renaturierungsmaßnahmen werden auf dem Gelände eines Naturreservats durchgeführt, das sich im Besitz des 'Club Amigos de la Montaña' befindet. Das Naturreservat ist rund 26 km von der Hauptstadt Salta der Provinz Salta entfernt und liegt an den Ufern eines Stausees in der vorandinen Kordilleren. Auf einer Fläche von rund 50 ha werden jährlich 635 t CO2 gebunden.




Wissenschaftliches Gutachten
(aus dem Jahr 2010)
zu einigen argentinischen Projektflächen
aus den Jahren 2002 und 2007/2008



Anzahl der Projekte:                         48     (1997-2013)
Gesamtgröße (ha):                        1.390
angepflanzte Bäume:             1.330.000
CO2-Absorption in t pro Jahr:    10.300


 
AFRIKA
   
Demokratische Republik Kongo
Aufforstung in 1996, Aufnahme von 1997(!)


(A) Die Aufforstung einer Fläche in der Grassavanne um Musango mit geeigneten Baumarten trägt zur Verbesserung der Bodenfruchtbarkeit bei; außerdem soll der neue Wald die spätere Brennholzversorgung der Bevölkerung sichern. Die Einbeziehung der Bevölkerung soll einen sorgsamen und nachhaltigen Umgang mit dem Wald befördern. PrimaKlima konnte hier zusammen mit der Erzdiözese Kikwit 12 ha aufforsten, auf denen jährlich rund 180 t CO2 eingebunden werden.


Aufnahme 2005, Region Burhinyi, entwaldete, erosionsgefährdete Hänge


erhaltener Restwald in der Region Burhinyi; im Hintergrund entwaldete Hänge

2004, Baumschule, einige Wochen später

Das Projekt lebt durch die Beteiligung der Bevölkerung; Verteilung von Pflänzlingen an Dorfkinder am Tag des Baumes

(B) Im Kongo liegt das zweitgrößte tropische Waldgebiet der Erde. Zugleich gibt es dort Regionen, insbesondere in den Kivuprovinzen im Osten, die infolge einer Übernutzung der Holzvorräte als "extremes Holzmangelgebiet" eingestuft werden.
PrimaKlima bemüht sich seit 2004 gemeinsam mit Partnerorganisationen, dort durch Aufforstungsprojekte eine schwerwiegende Folge der Entwaldung einzudämmen: die Erosion von inzwischen kahlen Berghängen. In den Regionen Burhinyi und Luhwinja, südwestlich von Bukavu, wurden schon fast 2 Mio. Bäume unter aktiver Beteiligung der Bevölkerung angepflanzt. Das Ziel der Partnerorganisationen ist die Aufforstung von 20 qkm.
In 2008/2009 unterstützte PrimaKlima in Zusammenarbeit mit der Organisation Lernen-Helfen-Leben e.V. (LHL), Vechta, darüber hinaus eine Maßnahme mit der Überschrift "100.000-Bäume-Projekt". In Burhinyi, Luhwinja, Kaziba (im Westen der Provinz Kivu), in Katana, am Rande des Kahuzie-Biega-Nationalparks und auf der Insel Idjwi im Kivusee werden in lokalen Baumschulen Pflänzlinge gezüchtet und dann unter maßgeblicher Beteiligung der Bevölkerung angepflanzt. Bei dem Projekt verbinden sich in eindrucksvoller Weise Bemühungen um globalen Klimaschutz einerseits sowie örtliche ökologische Sanierung und Hilfsmaßnahmen für die lokale Bevölkerung andererseits.
Zusätzliche Aktivitäten von LHL sind darauf gerichtet, die neuen Waldflächen vor erneuter Übernutzung zu schützen: es werden in den Dörfern holzsparende neuartige Öfen eingeführt, und die Bevölkerung, der eigentliche Träger des Projektes, wird hinsichtlich nachhaltiger Waldnutzung/Waldschonung geschult.


Anzahl der Projekte (A + B):               8     (2004-2012)
Gesamtgröße (ha):                      544
angepflanzte Bäume:          797.000
CO2-Absorption in t pro Jahr:    6.600


 



   

 
 
    Südafrika
Degradierte Projektfläche

intakte Spekboomfläche

Blühender Spekboom
  In dem Projekt wird degradierte afrikanische Buschvegetation renaturiert. Dies geschieht durch Pflanzungen von Speckbaum (oder Spekboom). Der Direktor der Umsetzungsorganisation, Herr Dr. Anthony Mills, beschäftigt sich seit Jahren an der Universität Stellenbosch mit der Forschung über Renaturierung von Speckbaumdickicht und der damit verbundenen CO2 Speicherung. Von der Wiederherstellung der degradierten Flächen profitiert nicht nur die Atmosphäre, sondern in besonderem Maße auch die lokale Bevölkerung und die Pflanzen- und Tierwelt der Region.


Anzahl der Projekte:                              4     (1994; 2009-2012)
Gesamtgröße (ha):                           289     
angepflanzte Bäume:                229.000   
(es wurden 2.500 Sukkulenten-Stecklinge pro ha gepflanzt; Baumzahl aufgrund äquivalenter Umrechnung in Baumeinheiten)
CO2-Absorption in t pro Jahr:       2.300


 
ASIEN
    
Malaysia
Borneo; erfolgreiche Anreicherungspflanzung

Projekt (B): Aufmaß des Holzzuwachses im Rahmen des Monitoring

SGS-Zertifikat
SGS-Zertifikat
(ex post)
  (A) Aufforstungen in der Supu Forest Reserve in Sabah auf Borneo im Rahmen der Kinbatangan Wetland Restoration Initiative - u.a. zur Erhaltung des Lebensraumes von 10 Primatenarten (incl. Orang Utan) und anderen Tier- und Pflanzenarten.

(B) Anreicherungsanpflanzung (nach Degradierung in den letzten Jahrzehnten) in der Yayasan Sabah Sustainable Forest Management Area in Sabah auf Borneo/Malaysia zur Wiederherstellung von intakten Waldflächen als Pufferzone vor tropischem Regenwald.

(C) PrimaKlima hat Zertifikate aus schon in früheren Jahren im Projektgebiet (B) ausgeführten Wald-Rehabilitierungsmaßnahmen gekauft (36.166 t CO2 / Verified Emission Reductions Units, VERs). Die VERs bestätigen bereits erfolgte Kohlenstoffeinbindungen auf den entsprechenden Projektflächen. Der Erlös des Zertifikateverkaufs ermöglicht weitere Projektmaßnahmen.
Werden VERs PrimaKlima-Geldgebern zugeordnet und anschließend stillgelegt (vgl. Face the Future-CO2-Zertifikate-Register), erfolgt außerdem zu Gunsten des betreffenden CO2-Emittenten eine zusätzliche Zuordnung von Kompensationsleistungen neuer Aufforstungen aus dem aktuellen PRIMAKLIMA-Projektportfolio, damit auch in diesem Fall eine Mehrfachkompensation erfolgt.

(D) PrimaKlima hat weitere Zertifikate aus schon in früheren Jahren im Projektgebiet (B) ausgeführten Wald-Rehabilitierungsmaßnahmen gekauft (18.000 t CO2 / Verified Carbon Units, VCUs). Die VCUs bestätigen bereits erfolgte Kohlenstoffeinbindungen auf den entsprechenden Projektflächen. Der Erlös des Zertifikateverkaufs ermöglicht weitere Projektmaßnahmen.
Werden VCUs PrimaKlima-Geldgebern zugeordnet und anschließend bei MARKIT stillgelegt.


Anzahl der Projekte (A - D):                  5     (2008-2010)
Gesamtgröße (ha):                           317
angepflanzte Bäume:                  154.000
CO2-Absorption in t pro Jahr:       1.587